Sommergedichte
Sommergedichte - Sommer Gedichte - Sommergedicht
Hier erhalten Sie schöne, kurze und lange Sommergedichte
Sommergedichte sind Liebesgedichte. Liebe zur Natur, zu den
Menschen, zu einem Gefühl... . Gedichte vom Sommer handeln
von der Liebe und den lauen Sommernächten, den Düften und
Früchten, der Leichtigkeit des Seins ... .
Im Sommer verschwinden die Grenzen zwischen drinnen und draussen.
Mit schönen Sommergedichten möchte ich euch eine Geschichte vom
Sommer erzählen.
Sommergedicht
Liebeserklärung
Soll ich sagen,
Du seist wie ein Tag im Sommer?
Du bist doch viel milder und sanfter.
Raue Winde schütteln die Blüten im Mai.
Und der Sommer geht viel zu schnell vorbei.
Bisweilen scheint die Sonne allzu heiss,
Und oft ziehn Schleier vor das Himmelsaug'.
Das Schöne muss vom Schönen Abschied nehmen,
Sei es durch Zufall oder durch Naturgesetz.
Dein Sommer freilich, der wird ewig währen,
Und deine Pracht verlierst du nie.
Kein Tod versetzt dich in der Schatten Land,
Weil du in ew'gen Zeilen ewig weilst.
Solange Menschen atmen
Oder Augen sehn, solang lebt dies Gesicht
Und gibt dir Leben.
- William Shakespeare 1564-1616, englischer Dramatiker,
Lyriker und Schauspieler
-
Kurzes Sommergedicht
Sommerbild
Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
Sie war, als ob sie bluten könne, rot;
Da sprach ich schaudernd im Vorübergehn:
So weit im Leben, ist zu nah am Tod!
Es regte sich kein Hauch am heissen Tag,
Nur leise strich ein weisser Schmetterling;
Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
Bewegte, sie empfand es und verging.
- Friedrich Hebbel 1813-1863, deutscher Dramatiker
und Lyriker -
Kurzes Sommer Gedicht
Hochsommerbann
Aus der Glockenstube überm Dom
Quillt ein kupferroter Lavastrom.
Rings im schüttern Kegel, warm und glatt,
Eben atmet noch die grosse Stadt.
Das gestreifte Sonnendach erstarrt,
Selbst das krause Federrad des Kindes,
Das sonst emsig im Kobolz des Windes
Kühnste Träumem auf der Stelle karrt.
- Oskar Loerke 1884-1941, deutscher Dichter
des Expressionismus -
Kurzes Sommergedicht
Sommerfieber
Es raschelt in den Büschen
Von Süden zieht ein Wetter auf
Aus einem offenen Fenster wehen Wünsche
Die Bauern eilen mit dem Heu nach Haus.
Der grosse Sommer lag im Fieber
Die Seele hat sich wund geküsst
Der erste Donner neigt sich nieder
Wie wenn er nichts von deinen Sinnen wüsst.
- © Monika Minder -
Sommergedicht
Schatten
Verweilen unter Bäumen
Im gefleckten Schatten
Zeit versäumen
Ermatten
Lauer Wind kommt durchs Haar gestrichen
Die Hitze ist gewichen.
Wir trinken ein Glas Wein
Schneiden Wurst und Brot
Geniessen das Sein
Und warten auf das Himmelrot.
Bald ist August
Die Grillen zirpen
Die Nächte sprechen von Lust
Und roten Lippen.
Noch einmal träumen
Im Rausch deiner Liebe
Unter schattigen Bäumen
Das Blau des Himmels versäumen.
- © Monika Minder -
Kurzes Sommergedicht
Sommer
Sieh, wie sie leuchtet,
Wie sie üppig steht,
Die Rose -
Welch satter Duft zu dir hinüberweht!
Doch lose
Nur haftet ihre Pracht -
Streift deine Lust sie,
Hältst du über Nacht
Die welken Blätter in der heissen Hand ...
Sie hatte einst den jungen Mai gekannt
Und muss dem stillen Sommer nun gewähren -
Hörst du das Rauschen goldener Aehren?
Es geht der Sommer über's Land ...
- Thekla Lingen 1866-1931 -
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